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Antimikrobielle Kupferlegierungen – Neue Lösungen für Gesundheit und Hygiene

München – Nach Berechnungen der deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene sterben in Europa jährlich bis zu 100.000 Menschen an einer Infektion, die im zeitlichen Zusammenhang mit einem Krankenhausaufenthalt oder einem Aufenthalt in einer anderen medizinischen Einrichtung steht.
Insgesamt geht man von 500.000 bis 800.000 sogenannten nosokomialen Infektionen pro Jahr allein in Deutschland aus. In den USA bewegt sich die Zahl bei über zwei Millionen Fällen pro Jahr. Als häufigste Art nosokomialer Infektionen lassen sich Wundinfektionen, Pneumonien, Sepsis oder Harnwegsinfektionen anführen. Die Anzahl bakterieller oder viraler Infektionen mit erheblichen Folgeschäden bis hin zur Todesfolge sind in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gleichbleibend hoch oder nehmen teils dramatisch zu.
Ein interessanter Lösungsansatz im Kampf gegen die weitere Ausbreitung gefährlicher Erreger ist dabei der Einsatz eines dauerhaft wirksamen antimikrobiellen Materials für häufig genutzte Kontaktflächen. Massives Kupfer sowie einige seiner Legierungen erreichen eine Inaktivierung pathogener Keime innerhalb kurzer Zeit und weisen diese gewünschten Eigenschaften auf. Der Einsatz von Produkten aus diesen Materialien kann somit einen erheblichen Beitrag zur Gesundheitsfürsorge leisten.
Die antimikrobielle Wirksamkeit von Kupfer und seinen Legierungen wie Messinge und Bronzen wurde bereits durch die US-Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) bestätigt. Wissenschaftliche Studien wie sie beispielsweise in Großbritannien durchgeführt wurden, untermauern diese Beurteilung. Die Voraussetzung für eine effektive keimhemmende Wirkung des eingesetzten Materials scheint dabei ein Kupfergehalt von mindestens 65 % zu sein. Produkte, die über eine antimikrobielle Eigenschaft verfügen, müssen deshalb komplett aus einer entsprechenden Kupferlegierung gefertigt sein. Mittlerweile werden beispielsweise schon Lichtschalter und Tür- oder Fensterbeschläge aus diesen Legierungen hergestellt.

Massive Kupferlegierungen als zusätzlicher Lösungsbaustein
Insbesondere die Desinfektion von Oberflächen als eine unverzichtbare Hygienemaßnahme muss regelmäßig vorgenommen werden, kann und wird allerdings oftmals aufgrund des hohen personellen Aufwandes nicht in erforderlichem Maße – also mehrmals täglich – durchgeführt. Hinzu kommt, dass viele Desinfektionsmittel zumeist nur kurzzeitig wirken. In der Zeit zwischen zwei Desinfektionsgängen kommt es jedoch insbesondere bei häufig berührten Oberflächen zu sogenannten Neukontaminationen  auch mit infektiösen Erregern. Dies wiederum bedeutet, dass kritische Gegenstände sowie die Hände des Personals bei Berührung mit dem „Übertragungsvehikel“ ebenfalls wieder zu Keimquellen werden. Viele der gewöhnlich in Krankenhäusern oder Altenheimen für Oberflächen genutzten herkömmlichen Materialien sind nachgewiesenermaßen eine bevorzugte Quelle für Kreuz-Kontaminationen, d. h. die direkte oder indirekte Übertragung von pathogenen (krankheitserregenden)  Mikroorganismen von bereits kontaminierten auf nicht kontaminierte Gegenstände oder Personen. Ein Teufelskreis, der auch durch eine verstärkte Flächenhygiene nicht umfassend zu durchbrechen ist. Hier sind neue, innovative Lösungswege gefragt, die nicht allein auf äußerliche Reinigungsvorgänge setzen.
Als Lösung bietet sich hier der Einsatz antimikrobieller Materialien an, die für hochfrequentierte Kontaktoberflächen verwendet werden und damit eine zusätzliche Barriere gegen nosokomiale Infektionen wie MRSA darstellen können.

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Quelle:  Deutsches Kupferinstitut

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